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Verkaufspsychologie

Verkaufs­psychologie: was im Gespräch wirkt.

Am Küchentisch entscheidet selten ein Prinzip aus dem Lehrbuch. Es entscheidet, wie eine Frage gestellt ist, wie leicht dein Gegenüber ablehnen kann und wie ruhig eine Zahl im Raum stehen bleibt. Hier steht, was davon nach neun Jahren übrig geblieben ist.

Was Verkaufspsychologie im Gespräch heißt.

Die meisten Beiträge zur Verkaufspsychologie erzählen dir von Reziprozität, Verknappung und sozialer Bewährtheit. Das ist alles nicht falsch. Nur sitzt dir am Küchentisch kein Versuchsaufbau gegenüber. Da sitzt ein Mensch, der schon zweimal schlechte Erfahrungen gemacht hat und dich daran misst.

Was im Gespräch trägt, ist schmaler und unspektakulärer. Es geht um die Reihenfolge, in der Dinge gesagt werden, um Fragen, die dein Gegenüber beantworten will, und um Momente, in denen du nichts sagst.

Ich arbeite seit neun Jahren im österreichischen Vertrieb, im eigenen Umfeld und über Empfehlungen, mit über 3.000 registrierten Partnern und mehr als 100.000 Teamkundenaufträgen. Was auf dieser Seite steht, ist der Teil der Theorie, der übrig bleibt, wenn man ihn hundertmal am Tisch versucht hat.

Die Grundlage

Die Sätze, auf denen alles steht.

Alles andere ist eine Folge davon.

Jede Antwort ist eine Frage

Wer behauptet, zwingt zum Widerspruch. Wer fragt, lässt beide Wege offen. Die Probe ist einfach: stand am Ende deines Satzes ein Fragezeichen?

Pro Einwand einmal nachfragen

Ein Einwand bekommt genau eine Frage. Kommt nach der Klärung immer noch ein Nein, ist es ein Nein. Wer das einhält, wird selten als aufdringlich erlebt.

Der Preis ist eine Auskunft

Diese Leistung kostet diese Zahl. Wer sie so behandelt, sagt sie wie eine Uhrzeit. Wer sich für sie entschuldigt, klingt auch so.

Ein Nein billig machen

Je leichter jemand ablehnen kann, desto eher bekommst du ein Ja. Das klingt verdreht und ist der verlässlichste Mechanismus, den ich kenne.

Im Einzelnen

Die Themen und wo sie stehen.

Wo die Grenze liegt.

Jede dieser Techniken funktioniert auch bei jemandem, dem dein Angebot nichts bringt. Genau deshalb gehört die Grenze dazu. Sie verläuft an der Frage, ob dein Gegenüber am Ende freier entscheidet als vorher.

Eine Frage, die ihm etwas über seine eigene Lage zeigt, macht ihn freier. Eine Frist, die es nicht gibt, eine Zahl ohne Grundlage und ein Vergleich, der nur deine Seite zeigt, machen ihn unfreier. Im eigenen Umfeld merkst du das ohnehin schnell, weil du dem Menschen in vier Wochen wieder gegenübersitzt.

Das Stärkste in diesem Geschäft ist der Satz, mit dem du jemandem abrätst, weil es sich bei ihm gerade nicht lohnt. Wer den einmal gesagt hat, wird beim nächsten Mal gefragt. Woran du unsaubere Methoden bei anderen erkennst, steht in Manipulation im Verkauf erkennen.

Häufige Fragen

Was oft gefragt wird.

Was ist Verkaufspsychologie?

Verkaufspsychologie beschreibt, was im Kopf deines Gegenübers passiert, während ihr über ein Angebot sprecht: wie er eine Zahl einordnet, warum er zögert, was ihm eine Entscheidung leicht oder schwer macht. Im Gespräch selbst bleibt davon wenig Theorie übrig. Es geht darum, wie eine Frage gestellt ist, wie leicht jemand ablehnen kann und wie ruhig eine Zahl im Raum stehen bleibt.

Ist Verkaufspsychologie Manipulation?

Die Grenze verläuft an einer Stelle: ob dein Gegenüber am Ende freier entscheidet als vorher oder unfreier. Eine Frage, die ihm etwas sichtbar macht, das ihn betrifft, macht ihn freier. Künstliche Fristen, aufgebauter Druck und Zahlen ohne Grundlage machen ihn unfreier. Wer im eigenen Umfeld verkauft, merkt das ohnehin schnell, weil er den Menschen in vier Wochen wiedersieht.

Welche Prinzipien wirken im Verkaufsgespräch wirklich?

Vier halten bei mir seit Jahren: jede Antwort ist eine Frage und keine Behauptung. Pro Einwand wird genau einmal nachgefragt. Der Preis ist eine Auskunft und wird auch so gesagt. Und ein Nein muss billig sein, damit ein Ja leichter fällt.

Wie gehe ich mit dem Einwand „zu teuer“ um?

Anerkennen und eine Frage stellen: „Was genau macht den Preis für dich zu hoch?“ Dann antwortest du auf das, was zurückkommt, und benennst die nächste kleine Entscheidung. Wer wirklich kein Interesse hat, sagt selten „zu teuer“. Er sagt gar nichts mehr, oder er beendet das Gespräch. Ein Einwand kostet Mühe, und die macht sich niemand für etwas, das ihn nicht betrifft.

Kann man Verkaufspsychologie lernen, oder ist das Talent?

Das Meiste davon ist Reihenfolge, und Reihenfolge ist lernbar. Was im Gespräch wackelt, sind wenige Stellen: die Zahl aussprechen, die Stille danach aushalten, ein Nein stehen lassen. Die übt man vorher laut, nicht am Kunden.

Kontakt

Wo hakt es bei dir?

Schreib mir, woran du gerade arbeitest. Ich melde mich innerhalb von 48 Stunden persönlich.

Oder direkt: office@mentovate.at · +43 664 5165080

* Pflichtfeld · Ich melde mich innerhalb von 48 Stunden persönlich.

Die Ausbildung

Alles davon in einer Reihenfolge.

In TAKEOVER steht der Weg vom ersten Gespräch bis zu einem Team, das auch ohne dich weiterarbeitet. Etappe für Etappe, mit den Sätzen, die im echten Gespräch halten. Wenn du vorher mit mir reden willst, geht das im Erstgespräch: zehn Minuten am Telefon.

Individuelle Ergebnisse. Was du erreichst, hängt an dir.