Ablehnung im Vertrieb: warum die meisten zu früh aufgeben
Zehn Gespräche, neun Absagen. Das steckt kaum jemand weg, ohne dass es an ihm nagt. Der häufigste Grund, warum Leute im Vertrieb aufhören, ist nicht die Absage selbst. Es ist der Satz, den sie sich danach im Kopf sagen.

Das Nein und die Geschichte über das Nein
Ein Nein ist erst mal nur ein Wort. Was weh tut, ist die Geschichte, die dein Kopf sofort dazu erfindet: „Ich kann das nicht.“ „Ich bin nicht der Typ dafür.“ „Die anderen sind einfach besser.“ Nicht die Absage zieht dich runter, sondern diese zweite Ebene. Und die ist, anders als der Kunde, tatsächlich in deiner Hand.
Wer das einmal begriffen hat, hört anders hin. Das Nein bleibt, aber die Geschichte darf man wechseln. Aus „Ich bin nicht gut genug“ wird „Das war nicht der richtige Moment für diese Person“. Beide sind Interpretationen. Nur eine davon lässt dich weitermachen.
Warum dein Kopf aus einer Absage eine Katastrophe macht
Unser Gehirn gewichtet Negatives stärker als Positives. Ein Nein bleibt länger hängen als drei freundliche Gespräche. Das ist normal und uralt, aber im Vertrieb arbeitet es gegen dich. Wenn du nichts dagegen setzt, fühlt sich ein durchschnittlicher Tag mit ein paar Absagen an wie ein Desaster, obwohl die Zahlen in Ordnung sind.
Der Ausweg ist nicht, das Gefühl wegzudrücken. Der Ausweg ist, es einzuordnen. Ein Nein ist ein Datenpunkt, keine Diagnose.
Zahlen schlagen Gefühle
Jeder, der lange verkauft, kennt seine Quote. Wenn du weißt, dass im Schnitt jedes zehnte Gespräch zum Abschluss führt, dann bringt dich jedes Nein rechnerisch näher an das nächste Ja. Die Absage ist dann kein Rückschlag, sondern ein Schritt auf einem Weg, dessen Länge du kennst.
Führ eine einfache Strichliste. Nicht um dich zu quälen, sondern um dem Gefühl die Zahlen entgegenzuhalten. An dem Tag, an dem du merkst, dass neun Neins genau das sind, was vor deinem einen Ja steht, verlieren sie ihren Schrecken.
Was Leute machen, die lange dabei bleiben
- Sie trennen Person und Rolle. Abgelehnt wird ein Angebot, nicht ihr Wert als Mensch.
- Sie haben eine feste Routine nach dem Nein. Kurz durchatmen, notieren, nächstes Gespräch. Kein Grübeln dazwischen.
- Sie messen sich an ihrer Aktivität, nicht am Ergebnis eines einzelnen Tages. Die Aktivität kontrollierst du, das Ergebnis folgt.
- Sie holen sich Menschen dazu, die dasselbe durchmachen. Allein wird jede Absage schwerer, im Team leichter.
Belastbarkeit ist trainierbar
Innere Stärke ist kein Charakterzug, den man hat oder nicht. Sie ist eine Fähigkeit, die man aufbaut. Im Kurs Innere Stärke arbeitest du genau daran: wie du mit Ablehnung umgehst, ohne dass sie dich mitnimmt, und wie du dranbleibst, wenn andere längst aufgeben. Wenn dich zusätzlich der Moment des Verkaufens selbst nervös macht, hilft Verkaufen ohne Angst. Und wer ein Team aufbaut, in dem viele diese Durststrecken durchstehen müssen, findet das System dahinter im Teamaufbau mit System.
★ MENTOVATE
Wer im Vertrieb bleibt, ist selten der Talentierteste. Es ist der, den eine Absage nicht umwirft. Genau das trainierst du im Kurs Innere Stärke.
Zum Kurs ansehen →Selbstführung für den Vertrieb. Der Kurs kostet 29 Euro, einmalig.