Network Marketing nebenberuflich: was neben dem Job realistisch ist
Viele fangen Network Marketing nebenberuflich an. Ob es neben dem Job klappt, entscheidet sich daran, wie du deine Woche planst und welche Abende du dafür freimachst.

In diesem Artikel 6 Abschnitte
Network Marketing nebenberuflich: woran es scheitert
„Ich mach das nebenbei.“ So fangen viele an, und nebenbei heißt dann: wenn gerade Zeit ist, und nach einem langen Arbeitstag ist kaum welche.
Ein paar Wochen später klingt es so:
„Und, wie läuft's?“ „Ich bin noch nicht richtig dazu gekommen. War viel los in der Arbeit.“
Wer nebenberuflich startet, hat einen Job, der zuerst kommt, und eine Familie, die auch etwas von ihm will. Was keinen festen Platz in der Woche hat, rutscht nach hinten, Woche für Woche.
Network Marketing nebenberuflich zu machen, heißt deshalb zuerst, Platz zu schaffen. Was du dafür weglässt, entscheidest du, bevor du anfängst: den Sport, einen Fernsehabend oder einen Abend mit Freunden.
Wie viel Zeit in der Woche du brauchst
Eine feste Zahl gibt es nicht. Wichtig ist, dass deine Stunden feste Tage haben, etwa Dienstag und Donnerstag ab 19 Uhr, und dass du sie nur verschiebst, wenn es nicht anders geht.
Schreib dir am Anfang jeder Woche auf, was in diese Stunden kommt. Dann sitzt du am Dienstag um 19 Uhr nicht vor dem Handy und überlegst, womit du anfängst.
Rechne mit Phasen. In der Woche vor dem Urlaub, in einer Prüfungszeit oder wenn ein Kind krank ist, fällt die Arbeit aus. Das ist normal, solange du danach wieder an deinen festen Tagen anfängst.
Du brauchst diese Zeit nicht nur für die Gespräche. Du bereitest Termine vor, meldest dich bei Kunden, lernst dein Produkt und redest mit dem, der dich einarbeitet.
Die Menschen, mit denen du reden willst, haben dieselben Abende frei wie du. Deine Stunden fallen deshalb auf die Zeit, die sonst deiner Familie gehört.
Plane auch mit deiner Müdigkeit. Ein Gespräch nach 10 Stunden Arbeit klingt müder als eines am Samstagvormittag. Ob dir diese Arbeit überhaupt liegt, erfährst du im Artikel Bin ich für den Vertrieb geeignet?
Was du mit deiner Familie besprichst
Nebenberuflich arbeiten heißt, Abende abzugeben. Sprich vorher mit deiner Familie darüber, um welche und wie viele Abende es geht, und hör dir an, was sie davon hält.
Macht aus, wann ihr wieder darüber redet, zum Beispiel nach 3 Monaten, und schaut euch dann an, wie eure Abende jetzt aussehen.
Erzähl auch, was du dir davon erhoffst. Dann weiß deine Familie, wofür die Abende draufgehen, und kann dich fragen, ob du dem näherkommst.
Euer Bekanntenkreis ist derselbe. Sprichst du Freunde, Nachbarn oder die Eltern der Schulfreunde deiner Kinder an, reden die anderen bald auch mit deinem Partner oder deiner Partnerin darüber.
Ist deine Familie skeptisch, nimm das ernst. Wie du damit umgehst, ohne dass die Stimmung zu Hause kippt, steht im Artikel Network Marketing und Freunde.
Arbeitgeber, Gewerbe und Steuer
Schau in deinen Arbeitsvertrag, ob du eine Nebentätigkeit melden musst, und frag im Zweifel nach. Kollegen während der Arbeitszeit anzusprechen, kommt bei keinem Chef gut an.
Halte Job und Geschäft auseinander: keine Kundenanrufe in der Arbeitszeit, keine Firmen-Mail für dein Geschäft. Ein Kollege, der dich am Diensthandy über Provisionen reden hört, erzählt es weiter.
Für das Geschäft selbst gilt nebenberuflich dasselbe wie hauptberuflich. Was in Österreich für Gewerbe, Versicherung und Steuer gilt, steht auf der Seite Network Marketing. Was sich gegenüber einer Anstellung ändert, liest du unter Selbstständig im Vertrieb.
Lass dich beraten, bevor du anfängst. Das Gründerservice der Wirtschaftskammer berät dich kostenlos, und eine Steuerberatung sagt dir, wie viel du für Steuer und Versicherung zurücklegst.
Mit welchem Nebeneinkommen du rechnen kannst
Eine Zahl dafür kann dir vorher niemand seriös nennen. Am Anfang kostet das Geschäft mehr Zeit, als es einbringt, und wann sich das ändert, hängt an deiner Arbeit, deinem Produkt und deinem Umfeld.
Sagt dir jemand schon im ersten Gespräch, wie viel du nebenbei verdienen wirst, kann er das nicht wissen. Rechne so, dass du die ersten Monate ohne dieses Geld auskommst.
Rechne auch die Kosten mit: Fahrten, Telefon, Produkte, die du selbst nutzt, vielleicht ein Kurs. Dein Nebeneinkommen ist das, was nach diesen Kosten übrig bleibt.
Nebenberuflich anfangen hat einen Vorteil: Du musst von dem Geschäft nicht leben. Das nimmt Druck aus den Gesprächen, und Kunden merken, wenn jemand nicht verkaufen muss.
Ich halte den nebenberuflichen Start für einen guten Weg, solange du dich an deine festen Stunden hältst. Wie das Geschäft in deine Woche passt, ist das Thema der ersten Etappe von TAKEOVER.
Mehr zum Thema: Network Marketing: wie es funktioniert und was es verlangt
Fragen zum nebenberuflichen Start
Kann ich Network Marketing nebenberuflich machen?
Ja, viele fangen so an. Du brauchst feste Stunden jede Woche und eine Familie, die Bescheid weiß.
Wie viele Stunden pro Woche brauche ich?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Ein paar Stunden an denselben Tagen bringen mehr als ein freier Samstag ab und zu.
Muss ich meinem Arbeitgeber Bescheid sagen?
Schau in deinen Arbeitsvertrag, ob du eine Nebentätigkeit melden musst. Steht dort nichts Klares, fragst du nach.
Brauche ich nebenberuflich ein Gewerbe?
Nebenberuflich gilt dasselbe wie hauptberuflich. Was in Österreich gilt, steht auf der Seite Network Marketing. Das ist eine allgemeine Auskunft, keine Rechtsberatung.
Ist Affiliate Marketing nebenbei einfacher?
Es verlangt andere Arbeit: Inhalte im Netz und viel Geduld, bis jemand klickt. Den Vergleich liest du im Artikel Affiliate Marketing oder Network Marketing.
Die erste Etappe von TAKEOVER heißt „Dein Fundament“: warum du das machst, was du anbietest und wie das Geschäft in deine Woche passt.
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Michael Gondek
Seit 2017 im österreichischen Energievertrieb, mit über 3.000 registrierten Partnern und mehr als 100.000 Teamkundenaufträgen. Mehr über Michael



