Duplikation im Network Marketing: warum dein Team nicht nachmacht, was du vormachst
Duplikation im Network Marketing heißt: Dein Partner gibt das Geschäft so weiter, wie du es ihm gezeigt hast, und sein Partner wieder.

In diesem Artikel 7 Abschnitte
Duplikation im Network Marketing: wie sie gedacht ist
Gedacht ist eine Kette. Du zeigst einem neuen Partner, wie du Menschen ansprichst, Termine führst und Partner einarbeitest. Er macht es nach und zeigt es seinem ersten Partner, und der wieder seinem.
Auf Präsentationen zur Duplikation im Network Marketing sieht das einfach aus: oben ein Kreis, darunter 2, darunter 4, und ganz unten eine Zahl, die jeder gern hätte. Die Rechnung geht nur auf, wenn auf jeder Stufe dasselbe passiert. Spätestens beim Partner deines Partners stimmt sie nicht mehr.
Auf jeder Stufe geht etwas verloren. Du weißt, warum du im Termin eine bestimmte Frage stellst. Dein Partner merkt sich die Frage, und sein Partner nur noch, dass da irgendwo eine Frage war.
Wie das Geschäft mit Kunden, Partnern und Provision grundsätzlich funktioniert, erklärt die Seite Network Marketing.
Was ein Neuer nicht kopieren kann
Vieles von dem, was bei dir funktioniert, kann ein Neuer gar nicht nachmachen. Du kennst nach ein paar Jahren viele Leute, du findest im Gespräch spontan die passenden Worte, und am Telefon bist du längst ruhig. Ein Neuer hat nichts davon.
Fragt er dich, wie du das machst, kommt schnell eine Antwort wie diese:
„Wie machst du das eigentlich am Telefon?“ „Ach, das ergibt sich. Ich red einfach mit den Leuten.“
Damit kann er nichts anfangen. Er probiert es, es klappt nicht, und er glaubt, ihm fehle das Talent. Dabei hat ihm nur niemand gezeigt, was du am Telefon tust, ohne darüber nachzudenken.
Mit deinem Wissen über das Produkt ist es ähnlich. Du beantwortest Fragen zu Preisen und Vertrag aus dem Kopf, er muss nachschauen und wirkt vor dem Kunden unsicher. Zeig ihm, wo er die Antworten findet, bevor du sie ihm aus dem Kopf vorsagst.
Dasselbe gilt für deine Zeit. Arbeitest du jeden Abend und er hat nur 2 Abende in der Woche, kann er mit deinem Wochenplan nicht mithalten. Er vergleicht seinen ersten Monat mit deinem fünften Jahr und hört auf, bevor er richtig angefangen hat.
Auf Veranstaltungen erzählen die Erfolgreichsten, wie sie es geschafft haben. Ihr Weg ist der, den am wenigsten Leute kopieren können: viel Zeit, ein großes Umfeld, Jahre im Geschäft.
Was er trotzdem von dir abschaut
Ein neuer Partner schaut sich alles von dir ab, auch das, was du ihm nie beibringen wolltest.
Kommst du selbst zu spät oder versprichst im Partnergespräch zu viel, macht er es nach und legt oft noch etwas drauf. Was solche Versprechen später kosten, liest du in Partner gewinnen im Network Marketing.
Dazu kommen die Ausnahmen. Bei einem Kunden lässt du die Vorbereitung weg, weil du ihn kennst, beim nächsten, weil es schnell gehen muss. Dein Partner lernt daraus, dass es auch ohne geht.
Er hört auch, wie du über das Geschäft redest. Klingt es nach einer schwachen Woche wie eine Last, hört dein Team genau hin und redet ein paar Tage später genauso. Wie du mit Absagen umgehst, ohne dass es auf andere abfärbt, beschreibt Ablehnung im Vertrieb.
Duplizierbar heißt einfach
Duplizierbar ist, was ein Neuer nach ein paar Wochen selbst kann, ohne deine Erfahrung und ohne deine Kontakte. Dafür muss der Ablauf einfacher sein, als du es nach Jahren im Geschäft gewohnt bist.
Nach ein paar Jahren machst du vieles, ohne darüber nachzudenken: wie du einen Termin bestätigst, was du vor dem Gespräch über den Kunden wissen willst, wann du nach der Entscheidung fragst. Ein Neuer muss jeden dieser Schritte erst gezeigt bekommen.
Schreib auf einer Seite auf, wie du einen Kundentermin führst, vom Anruf bis zum nächsten Schritt nach dem Gespräch. Gib die Seite einem Partner, der seit einem Monat dabei ist, und frag ihn, was er davon morgen umsetzen kann.
Was er nicht versteht, ist für dein Team noch nicht duplizierbar. Fällt dir das Aufschreiben schwer, weil du jedes Mal anders vorgehst, weißt du, woran es liegt.
Auch deine Werkzeuge gehören dazu. Arbeitest du mit einer Tabelle, die nur du verstehst, oder mit einer App, die dein Partner sich nicht leisten will, endet die Kette bei dir.
Standards im Team
Standards im Team sind die wenigen Dinge, die bei euch jeder gleich macht. Sie geben einem Neuen Halt, weil er nicht vor jedem Gespräch überlegen muss, wie es geht.
Sie gelten zuerst für dich. Gehst du selbst ohne Vorbereitung in einen Termin, kannst du sie von deinem Team nicht verlangen, und jeder im Team weiß das.
Zu viele Standards gehen genauso schief. Bekommt ein Neuer in seiner ersten Woche 20 Regeln, behält er davon kaum eine, und von denen, die er behält, weiß er nicht, welche zählen.
Ein Standard ist oft banal: Jeder Termin wird am Vortag bestätigt, und nach jedem Gespräch steht der nächste Schritt im Kalender. Solche Regeln sind klein, und in einem Team, in dem sie jeder einhält, gehen weniger Kunden verloren.
Wie du einem neuen Partner die ersten Wochen aufbaust, erklärt der Artikel Neue Vertriebspartner einarbeiten.
Ein Team, das ohne dich arbeitet
Solange jeder Termin über dich läuft und jede Frage bei dir landet, hängt dein Team an deinem Kalender.
Schau dir deinen Kalender an. Stehen dort mehr Termine deiner Partner als eigene, machst du ihre Arbeit, und sie lernen dabei vor allem, dass du sie machst.
Um dein Team selbstständig zu machen, ziehst du dich nach und nach aus seinen Terminen zurück. Bei den ersten Gesprächen hört dein Partner nur zu. Später führt er sie selbst, du sitzt daneben und sagst erst hinterher etwas, bis du irgendwann nur noch erfährst, wie es ausgegangen ist.
Bei meinem eigenen Team sehe ich es an der Woche, in der ich ausfalle. Steht dann alles still, habe ich zu wenig weitergegeben.
Wie du Duplikation im Team aufbaust und welche Standards du weitergibst, zeigt die Etappe „Dein Team“ in TAKEOVER.
Mehr zum Thema: Network Marketing: wie es funktioniert und was es verlangt
Fragen zur Duplikation
Was bedeutet Duplikation im Network Marketing?
Dass dein Partner das Geschäft so weitergibt, wie du es ihm gezeigt hast, und sein Partner wieder. Das klappt nur mit einem Ablauf, den auch ein Neuer lernen kann.
Warum funktioniert Duplikation in meinem Team nicht?
Oft baut dein eigenes Geschäft auf Jahren Erfahrung, vielen Kontakten oder mehr freier Zeit auf, und das hat ein Neuer nicht. Dazu kommen die Ausnahmen, die er von dir abschaut.
Wie mache ich mein Geschäft duplizierbar?
Schreib auf, wie du einen Termin führst, und gib es einem neuen Partner. Was er nicht versteht oder nicht umsetzen kann, machst du einfacher. Den ganzen Weg bis zum eigenen Team zeigt TAKEOVER.
Wie viele Regeln braucht ein Team?
Wenige, die für alle gelten, auch für dich. Ein Neuer behält in den ersten Wochen nur ein paar Dinge.
Wann arbeitet ein Partner selbstständig?
Wenn er Gespräche allein führt und dir nur noch erzählt, wie sie gelaufen sind. Wie lange das dauert, hängt an seiner Zeit und daran, wie oft er übt.
Die letzte Etappe von TAKEOVER heißt „Dein Team“: Duplikation, Standards weitergeben und was du tust, wenn es im Team schwierig wird. Davor kommt „Sein Start“, die Einarbeitung deines neuen Partners.
Erstgespräch kostenlos, zehn Minuten per Telefon. Individuelle Ergebnisse. Was du erreichst, hängt an dir.

Michael Gondek
Seit 2017 im österreichischen Energievertrieb, mit über 3.000 registrierten Partnern und mehr als 100.000 Teamkundenaufträgen. Mehr über Michael



