Team aufbauen im Network Marketing: warum am Ende alles an dir hängt
Beim Team aufbauen im Network Marketing kommt ein Punkt, an dem du mehr arbeitest als alle anderen. Fällst du eine Woche aus, steht alles still.

In diesem Artikel 7 Abschnitte
Team aufbauen im Network Marketing: wo es stecken bleibt
Am Anfang ist jeder neue Partner ein Erfolg. Du nimmst ihn zu Terminen mit, beantwortest seine Fragen am Abend und springst ein, wenn er nicht weiterweiß.
Mit 10 Partnern kommen 10-mal so viele Fragen, und dein Tag wird davon nicht länger. Dein Handy läutet beim Abendessen, am Wochenende führst du Gespräche, die deine Partner führen sollten, und für dein eigenes Geschäft bleibt kaum Zeit.
Beim Teamaufbau wird mit jedem neuen Partner deine Woche voller. Irgendwann werden Teamleiter an diesem Punkt müde und führen selbst weniger Gespräche, und ihr Team macht es ihnen nach.
Viele merken diesen Punkt erst, wenn sie krank werden oder auf Urlaub fahren. Eine Woche ohne Teamleiter, und keiner führt ein Gespräch, weil alle auf den Anruf warten, der sonst kommt.
Warum du alles selbst machst
Selbst machen fühlt sich schneller an. Bis du einem Partner erklärt hast, wie er einen Termin führt, hättest du ihn längst selbst geführt.
Du hast auch Angst um den Kunden. Ein Partner ruft kurz vor dem Termin an: „Kannst du mitkommen? Bei dir unterschreibt er sicher.“ Und du fährst wieder mit.
Dabei lernt dein Partner, dass er ohne dich keinen Termin abschließt. Beim nächsten Mal ruft er wieder an.
Dazu kommt, dass es sich gut anfühlt, gebraucht zu werden. Jeder Anruf bestätigt dir, dass es ohne dich nicht geht, also gehst du weiter jedes Mal ran.
Gibst du Termine ab, musst du aushalten, dass dein Partner einen davon schlechter führt, als du es getan hättest, und vielleicht einen Kunden verliert. Beim nächsten Termin weiß er dafür, was er anders macht.
Was ein Team führen im Alltag heißt
Ein Team braucht einen festen Rhythmus. Deine Partner wissen, wann das nächste Teammeeting ist und zu welchen Zeiten sie dich erreichen.
Ein Teammeeting ist zum Arbeiten da. Ihr schaut, wer was vorhat, wo jemand festhängt und wer wem helfen kann, und jeder geht mit etwas Konkretem hinaus, etwa einem Termin, den er bis Freitag ausmacht.
Für Notfälle bleibst du erreichbar. Was bis zum nächsten Termin warten kann, wartet, und deine Partner lernen schnell, selbst eine Lösung zu suchen, bevor sie dich anrufen.
Wird es im Team schwierig, etwa weil zwei Partner um denselben Kunden streiten oder einer schlecht über die anderen redet, sprichst du es an, solange es klein ist. Lässt du ihn liegen, redet im nächsten Teammeeting keiner mehr offen.
Wie du Abläufe so weitergibst, dass dein Team sie selbst anwenden kann, zeigt der Artikel Duplikation im Network Marketing.
Wenn Partner aufhören
Partner hören auf, auch in guten Teams. Der eine bekommt ein Kind, die andere einen neuen Job.
Manche Teamleiter nehmen das persönlich. Sie rufen mehrmals an, erinnern an die großen Ziele vom Anfang und erzählen, was er alles verpasst. Damit holen sie keinen zurück und verlieren den Kontakt ganz.
Frag einmal, woran es lag, und hör zu. Lag es an der Einarbeitung, findest du im Artikel Neue Vertriebspartner einarbeiten, was in den ersten Wochen schiefgeht. Dann lass ihn gehen, ohne Vorwurf.
Bleib mit ihm als Kunde oder Bekannter in Kontakt, wenn er das möchte. Manche kommen nach einem Jahr wieder, wenn sich in ihrem Leben etwas geändert hat, und dann zu dir, weil der Abschied in Ordnung war.
Rechne deshalb damit, dass Partner gehen. Ein Team, das an einem einzigen Partner hängt, steht bei seinem Abschied still, und neue Partner gewinnst du am leichtesten in Zeiten, in denen es gut läuft.
Deine eigenen Termine
Irgendwann betreuen Teamleiter keine eigenen Kunden mehr. Das Team füllt den Kalender, und für eigene Gespräche bleibt kein Abend übrig.
Dein Team merkt das schnell. Es soll jede Woche Gespräche führen, und du erzählst nur noch von früher. Halte dir deshalb jede Woche Zeit für eigene Termine frei, auch wenn es wenige sind.
Dabei bleibst du nah an dem, was deine Partner erleben: an den Einwänden, die gerade kommen, an Kunden, die sich anders verhalten als vor einem Jahr.
Für den Überblick reichen dir wenige Zahlen: wie viele Gespräche dein Team in der Woche führt und wie viele neue Partner nach 3 Monaten noch dabei sind. Die Gesamtzahl der Partner brauchst du dafür nicht.
Wer ein eigenes Team führen will
Nicht jeder Partner will ein Team. Manche wollen ein paar Kunden betreuen und nebenbei etwas dazuverdienen, und das ist in Ordnung.
Dein Team wächst über die wenigen, die selbst ein eigenes Team führen wollen. Du erkennst sie daran, dass sie Fragen stellen, die über ihren nächsten Termin hinausgehen, und anderen schon helfen, bevor du sie darum bittest.
Diesen Partnern gibst du mehr Zeit und mehr Verantwortung, etwa ein Teammeeting vorzubereiten oder einen Neuen in seinen ersten Wochen zu betreuen. Dabei zeigt sich für euch beide, ob ihnen das Führen liegt. Wer das ist, zeigt sich manchmal erst nach Monaten, und es sind nicht immer die, die am lautesten angefangen haben.
Wer überhaupt in dein Team passt, beschreibt der Artikel Partner gewinnen im Network Marketing.
In meinem Team gilt deshalb: Ich gebe so viel weiter, dass die Ersten ihre eigenen Partner einarbeiten, so wie ich sie eingearbeitet habe.
Wie du ein Team im Network Marketing aufbaust, mit Routine, Zahlen und Standards, zeigen die letzten Etappen von TAKEOVER.
Mehr zum Thema: Network Marketing: wie es funktioniert und was es verlangt
Fragen zum Teamaufbau
Wie baue ich im Network Marketing ein Team auf?
Du suchst Partner, die zu dir passen, arbeitest sie so ein, dass sie selbstständig werden, und triffst dich mit ihnen zu festen Zeiten. Den ganzen Weg dorthin zeigt TAKEOVER.
Wie viele Partner brauche ich für ein Team?
Eine Zahl, ab der es läuft, gibt es nicht. Es kommt darauf an, wie viele davon selbst arbeiten und andere einarbeiten.
Was mache ich, wenn Partner aufhören?
Einmal fragen, woran es lag, zuhören und ihn ohne Vorwurf gehen lassen. Lag es an der Einarbeitung, änderst du sie für die nächsten.
Wie oft braucht ein Team ein Meeting?
So oft, dass es einen festen Rhythmus gibt, den alle kennen. Ob das jede Woche ist oder alle 2 Wochen, hängt an eurer Zeit.
Muss ich als Teamleiter alles selbst können?
Nein. Du lebst vor, was du von deinem Team erwartest, und in vielem werden deine Partner mit der Zeit besser sein als du.
TAKEOVER führt in 10 Etappen vom ersten Kontakt bis zum eigenen Team. In den letzten, „Dein Gameplan“ und „Dein Team“, geht es um deine Routine, deine Zahlen und Standards, mit denen dein Team selbst arbeitet.
Erstgespräch kostenlos, zehn Minuten per Telefon. Individuelle Ergebnisse. Was du erreichst, hängt an dir.

Michael Gondek
Seit 2017 im österreichischen Energievertrieb. Die Artikel im Magazin kommen aus dieser Praxis. Mehr über Michael



