★ Glossar · Technik & Daten

Autarkiegrad einfach erklärt.

Definition

Der Autarkiegrad gibt an, welchen Anteil deines Stromverbrauchs deine Photovoltaikanlage selbst deckt. Bei 70 Prozent Autarkie kommen nur noch 30 Prozent aus dem Netz. Ohne Speicher erreichen Haushalte typisch 30 bis 40 Prozent, mit passendem Speicher 55 bis 80 Prozent. Vollständige Unabhängigkeit scheitert in der Praxis am Winter.

Oft verwechselt: Die Eigenverbrauchsquote beschreibt, welcher Anteil der PV-Produktion im Haus verbraucht wird, der Autarkiegrad, welcher Anteil des Verbrauchs aus der PV kommt. Eine große Anlage kann hohe Autarkie mit niedriger Eigenverbrauchsquote verbinden: Die Produktion deckt den Verbrauch locker, der Großteil fließt trotzdem ins Netz.

Wirtschaftlich zählt der Autarkiegrad, weil jede selbst gedeckte Kilowattstunde den vollen Bezugspreis erspart: Energiepreis, Netzentgelte, Abgaben und Umsatzsteuer, je nach Netzbereich und Tarif oft 30 bis 40 Cent brutto. Eingespeister Überschuss bringt nur einen Bruchteil davon.

Drei Faktoren bestimmen den Wert: das Verhältnis von Anlagengröße zu Verbrauch, die Speichergröße und dein Lastprofil. Tagsüber laufende Verbraucher heben die Autarkie, ein Speicher verschiebt Sonnenstrom in den Abend. Ab etwa einer Kilowattstunde Speicher je 1.000 Kilowattstunden Jahresverbrauch flacht der Zusatznutzen deutlich ab.

Im eigenen Vertrag nachsehen?

Begriffe verstehen ist der erste Schritt. Der zweite: wissen, was sie in deinem konkreten Vertrag bedeuten. Das übernehmen wir, kostenlos und ehrlich.