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Sommer-Arbeitspreis 2026: Mit Smart Meter im Sommer Netzgebühren sparen

Seit April 2026 gibt es zum ersten Mal einen Netztarif, der sich nach der Sonne richtet: Zwischen 10 und 16 Uhr kostet die Netznutzung von April bis September rund 20 Prozent weniger. Automatisch reich wirst du damit nicht. Aber es ist geschenktes Geld für alle, die ihren Verbrauch verschieben können.

Wohnhaus mit Solaranlage auf dem Dach bei Sonnenschein

Was der Sommer-Arbeitspreis ist

Mit der Netzentgelte-Verordnung 2026 wurde der reduzierte Sommer-Arbeitspreis eingeführt. Die Wiener Netze nennen ihn SNAP (Sommer-Nieder-Arbeitspreis), umgangssprachlich heißt er oft Sonnenrabatt. Gemeint ist immer dasselbe. Von 1. April bis 30. September gilt täglich zwischen 10 und 16 Uhr ein niedrigerer Netz-Arbeitspreis. In Wien sind das 5,58 statt 6,98 Cent je Kilowattstunde, in Niederösterreich 7,03 statt 8,79, in Vorarlberg 3,97 statt 4,96. Die Idee dahinter: Mittags drückt die Photovoltaik viel Strom ins Netz, und wer genau dann verbraucht, entlastet das System.

Die Voraussetzung: dein Smart Meter muss richtig eingestellt sein

Den reduzierten Preis bekommt nur, wessen Smart Meter viertelstündlich gemessen und vom Netzbetreiber ausgelesen wird. Genau das ist oft noch nicht aktiv. Die Umstellung beantragst du kostenlos im Kundenportal deines Netzbetreibers, bei den Wiener Netzen zum Beispiel mit wenigen Klicks. Ohne diese Einstellung zahlst du durchgehend den normalen Arbeitspreis, auch mittags.

Was es ehrlich gerechnet bringt

Ein Beispiel für Wien: Der Rabatt beträgt 1,40 Cent je Kilowattstunde. Schafft es ein Haushalt mit 3.500 kWh Jahresverbrauch, ein Viertel davon in die Mittagsstunden zu legen, sind das rund 875 kWh und etwa 12 Euro netto im Jahr. Klingt unspektakulär, ist es für viele auch. Interessant wird es mit großen Verbrauchern: Wer ein E-Auto regelmäßig mittags lädt oder eine Wärmepumpe flexibel steuern kann, holt ein Vielfaches davon.

So nutzt du ihn konkret

  • Geschirrspüler und Waschmaschine per Timer in die Mittagszeit legen statt auf den Abend.
  • E-Auto nach Möglichkeit zwischen 10 und 16 Uhr laden, etwa im Homeoffice oder am Wochenende.
  • Warmwasserboiler und Wärmepumpe, falls steuerbar, auf die Mittagsstunden programmieren.
  • Vorher im Kundenportal des Netzbetreibers die Viertelstundenmessung aktivieren, sonst läuft alles ins Leere.

Quellen: Systemnutzungsentgelte-Verordnung 2018 idF Novelle 2026 (BGBl. II Nr. 305/2025), Preisblätter der Netzbetreiber.

★ MENTOVATE

Du willst wissen, was dein Netzbereich verrechnet, mit und ohne Sommer-Arbeitspreis? Im Netzkosten-Rechner siehst du jede Position auf den Cent.

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