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Netzkosten 2026: Was sich bei den Netzgebühren ändert und wo

Mit 1. Jänner 2026 gelten neue Stromnetzentgelte. Österreichweit steigen sie für einen Durchschnittshaushalt nur um gut ein Prozent, rund 4 Euro im Jahr. Hinter dem ruhigen Schnitt stecken aber Ausschläge von plus 16 bis minus 9 Prozent, je nachdem, wo du wohnst.

Hochspannungsmasten im Sonnenuntergang

Drei Bundesländer zahlen deutlich mehr

Die Netzgebühren legt die E-Control jedes Jahr per Verordnung fest, für jeden der 14 Netzbereiche eigene Sätze. 2026 gehen die Änderungen weit auseinander.

  • Burgenland: plus 16 Prozent, die stärkste Erhöhung
  • Tirol: plus 11 Prozent
  • Niederösterreich: plus 7 Prozent
  • Oberösterreich: plus 1 Prozent
  • Vorarlberg, Steiermark, Kärnten: rund minus 2 Prozent
  • Wien: minus 3 Prozent
  • Salzburg: minus 9 Prozent, die stärkste Senkung

Der Grund für die Unterschiede: Jeder Netzbetreiber investiert unterschiedlich stark in Ausbau und Erneuerung. Gleichzeitig sinken die aus dem Netz bezogenen Mengen, unter anderem durch den PV-Boom. Höhere Kosten verteilen sich auf weniger Kilowattstunden.

Neu seit April: der Sommer-Arbeitspreis

2026 bringt eine echte Neuerung für Smart-Meter-Haushalte. Von April bis September gilt täglich zwischen 10 und 16 Uhr ein reduzierter Netz-Arbeitspreis, rund 20 Prozent unter dem Normalsatz. In Wien zum Beispiel 5,58 statt 6,98 Cent je Kilowattstunde. Voraussetzung ist, dass dein Netzbetreiber die Viertelstundenwerte deines Smart Meters ausliest. Wer Waschmaschine, Geschirrspüler oder E-Auto in die Mittagsstunden legt, senkt seine Netzgebühren ohne Tarifwechsel.

Abgaben: zwei Entlastungen, eine Erhöhung

Die Elektrizitätsabgabe ist 2026 befristet auf 0,1 Cent je Kilowattstunde gesenkt, statt regulär 1,5 Cent. Bei 3.500 kWh sind das rund 49 Euro Ersparnis netto. Der Erneuerbaren-Förderbeitrag sinkt gegenüber 2025 um gut ein Fünftel. Beides läuft allerdings nicht ewig: Die Abgaben-Senkung ist vorerst bis Ende 2026 befristet.

In Wien kommt eine Erhöhung dazu. Die Gebrauchsabgabe stieg mit 1. März 2026 von 6 auf 7 Prozent und fällt doppelt an: auf das Netzentgelt und auf den Energiepreis.

Was du damit machst

Die Netzgebühren selbst kannst du nicht verhandeln, dein Netzbetreiber ist an deine Adresse gebunden. Du kannst aber zwei Dinge tun: erstens nachrechnen, ob deine Rechnung stimmt, und zweitens beim Energiepreis ansetzen, dem einzigen frei verhandelbaren Teil deiner Stromrechnung. Für beides findest du bei uns die Werkzeuge.

Quellen: Systemnutzungsentgelte-Verordnung 2018 idF Novelle 2026 (BGBl. II Nr. 305/2025), E-Control, Erneuerbaren-Förderbeitragsverordnung 2026, Wiener Gebrauchsabgabengesetz.

★ MENTOVATE

Du willst wissen, was dein Netzbereich 2026 genau verrechnet? Im Netzkosten-Rechner siehst du jede Position auf den Cent, inklusive Abgaben und Umsatzsteuer.

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